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Fred
Galpern nahm sich eine LW9 Kopie zur Brust, um herauszufinden, ob die
einst führhende 3D Software ihren Preis noch wert ist, oder ob sie
nur noch versucht, Schritt zu halten ..
Anfang August brummte die SIGGRAPH 2006 in Boston. In der Nähe des
Zentrums der dortigen Ausstellungsfläche hatte NewTek seine
'Zelte' aufgeschlagen, tatsächlich war es mehr eine
Bühne mit Grossleinwand als ein simpler Messestand. NewTek's Stolz
über das soeben runderneuerte LightWave reflektierte sich
unübersehbar auf dem Mammutschirm während der gesamten drei
Ausstellungstage. Während dies eine gute Gelegenheit für die
LW-Benutzer war, die Software in Action zu erleben, gab es
genügend abschreckende Momente, um die Strategien zu hinterfragen.
An einem Punkt stellte der Vorführer die neuen
Edge-Möglichkeiten vor und zeigte wie mit einem Klick ein
Edge-Loop zu selektieren sei. Ich will nur klar stellen : dieses
geschah mitten im Jahre 2006. Autsch. Während sowas eine tolle
Nachricht für LightWaver sein mag, ist solcherart Randmodellieren
eigentlich ein 'alter Hut' für Benutzer so ziemlich jedes anderen
3D Pakets. Es scheint, als wenn viele von den dargeboteten LW 9
Neuerungen in die Kategorien 'zu klein / zu spät' fallen. Trotz
der Menge an ehrlichen Bemühungen, scheint LW, einst ein
respektabler Branchen-Führer, heuer lediglich zu versuchen Schritt
zu halten.
Einige der positiveren Aspekte von LW 9 sind die Preise und das was man
für sein Geld erhält. NewTek hatte die Kosten der Software im
letzten Jahr auf 795 $ gesenkt und setzte die neue Preiskalkulation bei
der Version 9 fort. So ist diese erheblich preiswerter als die grossen
3D Boliden am Markt und NewTek bietet damit mehr als nur einen
niedrigen Preis an. Jeder LW9 Kauf schließt drei Versionen der
Software ein : Windows 32-bit, Windows 64-bit und Macintosh, das macht
es leichter sie kompakt zu bestellen, ist aber nicht notwendigerweise
nützlicher für den Einsatz auf mehreren Maschinen.
Zusätzlich beinhaltet das LW9 Angebot Multicore-Unterstützung
und unbegrenzte Render Nodes ohne zusätzliche Kosten. Diese Option
sollte potentielle Kunden aufwecken, besonders jene, die eine
Produktionen von Grund auf starten. Renderfarms können kostspielig
sein, aber mit LW 9 sind die einzigen Kosten zusätzliche Computer,
die mit jedem Tag preiswerter werden. Der 'Rest' der LW Eigenschaften
muss den Anforderungen eines Projektes entsprechen, dies könnte
jenen Stoß ausmachen, der die LW-Kugel für ein Studio ins
Rollen bringt. Dieses "ob" verdient eine weitere Prüfung.
Von der Eigenschaftenseite her bietet LW 9 genügend neues
Material, welches gegenwärtige Benutzer zum Update bringen wird.
Jene, die sich umschauen, um in 3D einzusteigen, sollten ruhig einen
Blick wagen, sollten aber sorgfältig darüber nachdenlen, was
sie zu erzielen wünschen. LW 9 erhielt einen neuen Kerncode, um es
schneller als früher laufen zu lassen. Geschwindigkeit ist schon
immer eine Software-Stärke gewesen, von der ein 3D Künstler
nie genug bekommen kann. Das Material-System ist überholt worden
und läuft jetzt über Nodals, also viel moderner als das alte
LW Oberflächen Prinzip. Wiederum eine Eigenschaft, die LW schon
längst haben könnte. Die neuen Kamerasysteme erlauben den
Benutzern, sich an jede Kamera aus der 'realen Welt' anzupassen, damit
die LW-Berechnung mit exchten Umgebungen korrekt zusammenpassen.
Zusätzlich erlaubt das Kamerasystem, daß jeder
möglicher Gegenstand in LW eine Kamera sein kann. Diese besondere
Eigenschaft geht über begrenztes hinaus bis hinein ins
merkwürdige und künstlerische.
Trotz der Hoffnungen vieler Benutzer, kommt Lichtwelle immer noch in
zwei Teilen : dem Modeler zum Erstellen von 3D Objekten und einem
Layouter für Beleuchtung, Animation und Berechnung.
Oberfllächen können in jeder dieser Anwendungen erzeugt
werden, aber die Details müssen im Layouter
justiert werden, um ihre Berechnung zu überprüfen. Beide
Applikationen sind über einen 'HUB' verbunden, was aber nicht die
praktischste Art ist, zwischen beiden umzuschalten, weil es im
Wesentlichen unterschiedliche Betriebsarten sind. Im Layouter kam eine
kleine Gruppe Modellierwerkzeuge neu hinzu, die es Künstlern
erlauben sollen, Objektänderungen vorzunehmen, ohne zum Modeler
zurück schalten zu müssen. Ein guter erster Schritt in
Richtung der Integration beider unterschiedlicher Anwendungen, aber
vorerst ein fernes Echo jener all-in-one-Lösung der meisten
anderen Software-Angebote. ..
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