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5. Translation : CGSociety Interview mit Brad Peebler
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modo 202
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| CGS
: Also, was gibts Neues aus dem Hause Luxology? |
Peebler : Zur diesjährigen Siggraph
wollen wir modo 202 vorstellen - mit noch ein paar mehr
Möglichkeiten und
gesteigerter Leistung. Unsere Entwickler haben modo weiter
beschleunigt, obwohl er ja bereits als einer der schnellsten
Produktions-Renderer gilt, tatsächlich sehen wir in einigen Fällen Geschwindigkeitssteigerungen
bis zu 40%. Dieses
Update wird für registirierte Benutzer frei sein und wir
werden auch wieder eine vollfunktionstüchtige 30Tage-Demo als PC-
und
Mac-Version auf unserer Web-Site bereitstellen. Auch üppigen
Content-Download in Form von Siggraph-Videos wirds geben.
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| CGS
: Wo sehen Sie sich im Verhältnis zu ZBrush, Mudbox oder zu
anderen Profi-Tool-Updates, wie beispielsweise Softimages Face Robot? |
Peebler : Wir befinden uns in einer neuen Entwicklungs-Phase des
3D
Software-Markts, welcher derzeit frische und aufregende Software zu
bieten hat. Kleine Firmen (einschließlich
Luxology) erneuern soeben den Markt mit guten Nachfolge-Anwendungen,
die zusammen arbeiten und stellen eine neue Auswahl von Werkzeugen zur
Verfügung, welche Arbeitsvorgänge ermöglichen, in der
Art wie die Leute heut halt gern arbeiten möchten. Unsere
Philosophie
war von Beginn an, stets
mit anderen gut zusammenzuspielen und wir freuen uns, ein Teil dieser
Tendenzen zu sein. Wir legen intensive Bemühungen in die
Zusammenarbeit mit Programmen wie ZBrush, damit Künstler, die sich
auf diesen Plattformen auskennen, ihre Kreationen beispielsweise zum
Rendern in modo reinholen können. Und die Resultate
sind teilweise erstaunlich.
FX-Artist Rick Baker zum Beispiel lieferte eines der besten
menschlichen Kopf-Renderings, die ich seit
der Auslieferung von modo gesehen habe. Das Grundmodel
hgatte er schon in modo 103 gebaut, dann in ZBrush gesculpted und ludt
es schliesslich
zum finalen Rendering in modo 201. Das ist eine gute Kombination. Ich
habe keinen Zweifel, daß modo auch einer
leistungsfähigen Mudbox-Kombination gerecht wird. Für den
Face Robot ist modo geradezu prädestiniert zum Erzeugen eines
sauberen Gitters mit guten Edge-Loops. Face Robot ist unglaublich,
wenn sich die Meshes gut verformen lassen, was korrektes
Ineinanderfliessen bedeutet. Ich glaube, wenn Sie sich 95.000
Dollar für Face Robot leisten können, dann haben Sie auch
noch 895
Dollar für die Anschaffung von modo übrig, um dem Robot gute
Meshes zu liefern.
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| CGS
: Können Sie ein bisschen erklären, wie handlich
modo 201
ist? |
Peebler : Modos Benutzerschnittstelle ist ein grosser
Verkaufsvorteil. Beginner können in dieser ziemlich coolen
Umgebung leicht modellieren, malen und rendern. In Bezug auf
Anwenderbezogenheit der Werkzeuge können
Benutzer viele der Oberflächenbestandteile vom gesamten Layout-
und den Werkzeugfenstern, bis hin zu den schnellen PopUp-Menüs im
Zusammenhang mit dem Mauszeiger, sowie weitgehenden Anpassungen der
Tastatur und sogar
der Maustasten selbst einrichten. Selbstverständlich können
Benutzer auch Makros aufnehmen
(ähnlich Photoshop) oder komplizierte Skripte mit Perl, Python
oder LUA schreiben. Und das wird immer besser. In modo entwarfen wir
die Benutzerschnittstelle so, damit
Sie diese, während Sie arbeiten, auf Ihre Wünsche hin
justieren können. Wenn man einen erfahrenen modo-Benutzer
beobachtet, sieht man diesen häufig seine Ansichten und
Datenfenster justieren, um sie für die zu erledigende Aufgabe
zu optimieren. Unser Design-Ziel für die Programmoberfläche
war, sie so plastisch wie möglich anzulegen. Es fällt auf,
dass es flüssiger funktioniert, wenn modo-Anwender das Justieren
Ihrer Oberfläche als Teil ihrer Arbeitsweise handhaben. Wenn es so
einfach ist, beim Herumschieben oder Öffnen eines neuen
Anzeigefensters, 20 oder mehr Mausklicks für den
Modellierungsprozess einzusparen, warum nicht?! Übrigens :
modo-Benutzer können ihre
Konfigurationen und Skripte ausstauschen. Ein guter Ort, mal zu sehen,
wie dieses Teilen funktioniert ist www.vertexmonkey.com. Wir mögen
diesen online-Treff; genauso haben wir es uns vorgestellt, dass die
Leute modo annehmen
würden. Ich sollte erwähnen, daß, während wir eine
enorme
Zeit lang an dem System gearbeitet haben, um modo so Anwenderfreundlich
auszufeilen, brauchten wir fast genausoviel oder mehr Zeit, um
sicherzustellen,
das wir das ganze mit so unglaublich stromlinienförmigr Basis
ausliefern können.
Viele Nutzer möchten nicht allzulange an der
Programmoberfläche rumschrauben, sie möchten sich ransetzen
und ihre Sache in modo bauen. Auch für diese Leute ist modo
konzipiert. Es ist möglich, daß Firmen
"angepassbare Oberflächen" als Entschuldigung dafür
verwenden, um die Programmoberfläche vorher nicht sauber zu
entwerfen. Wir verstehen, daß grobe Grundeinstellungen kritisch
sind.
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| CGS
: Sie kamen von NewTek zu Luxology, was gibts zur
Hintergrundgeschichte zu sagen? |
Peebler : Ich habe das
Vergnügen, mit einigen der hellsten Kerle der Branche
zusammenzuarbeiten. Unsere Kernmannschaft bei Luxology (Allen
Hastings,
Stuart Ferguson und ich selbst) bilden schon seit mehr als 15 Jahren
ein Team. Natürlich sind wir auch stolz auf unsere Arbeit an
LightWave. All diese Erfahrungen flossen auch in die Entwicklung von
modo ein, als ultimativer Ausdruck
unserer Vision
für eine wirklich kreative 3D-Software. Wir selbst sind Benutzer
von 3D-Software und stehen in Verbindung zu einigen
der besten 3D Künstler. Wir denken, daß diese Bindung zum
Künstler sich wirklich darstellt. Es ist nicht
genug, neue Möglichkeiten zu präsentieren, die Software
muß den Arbeitsfluß
fördern und
ein Werkzeug darstellen, dessen Benutzung einem Freude macht. Wir
werden nie ihrer müde.
Sie wissen, dass die wirklich interessante Geschichte die von Allen
Hastings und Stuart Ferguson ist. Diese Jungs sind seit
der Schulzeit Freunde gewesen und haben früh angefangen, 3D Filme
auf Millimeterpapier und mit 8mm Filmkameras zu machen. Nun da sie alt
sind, lehren Sie! Beide sind sie Filmemacher und Trickzeichner
(Skizzen, Lehm und
3D) und obendrein Informatiker. Es ist wirklich inspirierend,
solche Menschen um sich zu haben. Ich könnte einen ganzen Artikel
über diese beiden verfassen. Und lasst mich bloss nicht beginnen,
über die Gruppe der Genies, die sie umgeben, zu erzählen.
Wenn wir alle
in einem Raum versammeln würden, ich schwöre, die Lichter
würden sich ein wenig
verdunkeln.
Intelligente Leute allesamt.
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| CGS
: Was ist Ihre Ansicht zum momentan sprießenden 3D Markt? |
Peebler : Wirklich, es scheint eine
wundervolle Zeit im Augenblick. Ich denke, daß Anwender mehr
Auswahl haben als je zuvor und es geht eine
Menge Innovation von kleinen Firmen aus. Auch die Online-Gemeinschaften
sind groß und wir einen ziemlichen Batzen von täglicher
Interaktion mit den vielen modo Benutzern da draussen. Wir denken,
daß die Künstler mehr Anteil als früher an der
Steuerung dieser ganzen Prozesse haben. Die Leute stellen fest,
daß die
Werkzeuge, die
Sie benutzen wichtig sind und es Zeitverschwendung ist, zu versuchen,
große Kunst mit Software zu erzeugen, die nicht in ihr
Geistesmodell paßt von dem, wie .. etwas funktionieren sollte. Es
gibt also viele grosse Auswahlen jetzt - es ist nicht mehr eine "Kaufe
Marke A
oder
B"-Situation. Die befreiende Sache daran scheint, dass
die Software-Lager-Kriege beginnen abzunehmen. Es gibt zweifellos noch
viele "Eiferer", aber die beträchtliche Mehrheit der Nutzer stellt
fest, daß es häufig mehr als ein Werkzeug braucht,
um die Arbeit gut und schnellstmöglich zu erledigen. Wir sahen
diese Tendenz schon vor einiger Zeit kommen und das ist es, warum wir
unsere
"Spiele gut mit anderen"-Mentalität beibehalten. Es ist eine Menge
Arbeit, "Pipeline-freundlich" zu sein, aber wir wissen, daß die
User
mehrere Anwendungen benutzen möchten und also wir mit modo
dafür sorgen, dass dies so schmerzlos, wie möglich
funktioniert.
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| CGS
: Wie lange braucht es, um in modo richtig flink zu werden? |
Peebler : Interessante Frage. Wenn ich Ihnen einen
Bleistift gebe, wie lange brauchen Sie wohl, um locker mit ihm
zu zeichnen? Es könnte einige Tage dauern, bis Sie lernen, etwas
überraschendes zu Papier zu bringen, während ich fix eine
Hunde-Karikatur für meine Töchter hinwerfe. 3D funktioniert
ähnlich.
Große
Künstler neigen dazu, schneller umzudenken. Der durchschnittliche
Benutzer
kann mit den
Lernerfahrungen die wir in die Software eingebettet haben sofort
beginnen ziemlich erstaunliches Material in modo 202 zu realisieren.
Und ich spreche über wirkliches Material wie das Verformen von
Charakteren und das schnelle Hinzufügen massiver
Oberflächendetails auf Modelle. Diese Sorte von Sachen. Keine
Kugeln! Wirklich Professionelles wird etwas länger dauern, einen
Monat
möglicherweise, abhängig davon, wieviel Zeit Sie jeden Tag
trainieren. Eine Menge
Leute springen auf modo auf und tauchen intensiv ein und werden
innerhalb einer ziemlich kurzen Anzahl von Kalendertagen zu modo
Experten.
Vermutlich haben sie an jenen Tagen viel Zeit aufgewendet.
Verhältnismäßig ausgedrückt, ist modo sehr schnell
darin, es recht bald zu beherrschen. Aber, sich in 3D einzuarbeiten ist
nunmal etwas, was
Zeit beansprucht und es gibt immer wieder etwas zu erlernen, ob es eine
neue
Technik oder ein neues Werkzeug ist. Das ist ein Teil des Reizes dabei.
Ausbildung ist auch etwas, wofür wir viel Zeit und
Bemühungen aufwenden. Modo kommt mit etlichen Stunden integriertem
Ausbildungsmaterial als Vorlagen für die Benutzer, um diese recht
schnell 'nach oben' zu bringen. Einige der Videos sind Clips, die sich
auf
spezifische Werkzeuge konzentrieren und andere stellen komplette
Tutorial-Serien dar, die gesamte Projekte umfassen. Eine wirklich
nette Zusammenstellung.
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| CGS
: Was geschieht mit Luxology und
modo in der Zukunft? |
Peebler : Wir tun, was wir immer
gesagt haben, daß wir es bei Luxology tun
würden: Werkzeuge schaffen, die tatsächlich mit den
Künstlern
mitschwingen. Es dreht sich dabei eher weniger um permanente
Eigenschaften-Erweiterung, sondern eher darum, wie gut die Werkzeuge
miteinander arbeiten.
Die Details machen es, wie ich immer sage. Wenn Sie viele Stunden pro
Tag innerhalb einer CG Anwendung verbringen, fangen Sie schnell an, zu
schätzen, wenn Ihre Programme mit der gleichen Sorgfalt geschaffen
worden sind, die Sie selbst in Ihre Arbeit legen. Wir hören es
gern, wenn uns die Leute erklären : "ich war so erfreut, als ich
diesen Workflow in modo fand". Wir versuchen stets die Künstler
zu
erfreuen, damit sie weniger Zeit mit Sorgen um das Werkzeug
vertun und alles kreiieren können, ohne an den Software-Betrieb
drumherum denken zu müssen.
Design-Angelegenheiten halt, und Künstler wissen das zu
schätzen. Sie
können auf
einen Blick erklären, daß modo zu anderen Programmen
Unterschiede aufweist,
weil es sogar recht angenehm ausschaut. Dieses Argument mag banal
erscheinen, aber es ist
eine zutreffende Reflexion der Aufmerksamkeit zum Detail, die wir hier
im Software-Prozeß pflegen.
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| CGS
: Und wo sehen Sie ganz allgemein
die Zukunft von 3D? |
Peebler :
Künstler belohnen zunehmend jene Firmen, die wirklich
zuhören
können und Werkzeuge zur Verfügung stellen, welche genau so
arbeiten, wie
es gewünscht wird. Leute stellen ihre eigenen Programm-Sets
zusammen und
bauen nicht auf eine einzige universelle 3D Anwendung für alles.
Der 3D Markt fährt fort, bei den vorhandenen
Werkzeugauswahlmöglichkeiten zu variieren und ich denke, daß
immer
mehr Leute anfangen, 3D Sachen zu verwirklichen, weil die Werkzeuge
besser
und besser werden. Es wird mehr grössere 3D Kunst geben und der
Abstand
zwischen
2D und 3D Werken wird schrumpfen.
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*Quelle
: http://features.cgsociety.org/story_custom.php?story_id=3670&
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